Koralle

Anhänger Koralle Perlen

Korallen sind kleine Polypen, etwa wie See-Anemonen, die gern in Gruppen zusammen leben.

Für eine sicheren Stand, und damit die untere Hälfte geschützt ist, baut sich der Polyp ein Außenskelett. Dafür sondert er Calcium Carbonat ab, das er in vielen Schichten unterhalb seines Körpers ablagert. Wenn es dem Polypen gut geht, viel Nahrung an ihm vorbeischwimmt und das Wasser sauber ist, lagert er fleißig Calcium Carbonat ab und sein Skelett wird im Laufe der Zeit immer größer. Wenn er stirbt, nutzt der nächste Polyp das verlassene Skelett als Fundament.

Da die Polypen gern in Wohngemeinschaften hausen, bilden sie mit der Zeit Kolonien, die aus den zackeligen Ästen ihrer Skelette bestehen. Im Schutz dieser Kolonien wohnen gern auch andere Korallen, die nicht so harte Skelette haben, und viele weiter Meeresbewohner. So entstehen, kurz gefasst, Korallenriffe.

Manche Korallen können besonders harte Skelette bilden, die auch noch schön gefärbt sind. Die Farbskala geht von Dunkelblutrot über Lachs und Pink zu fast Weiß. Ein besonderes zartes Rosa, wird auch Engelshaut genannt (jetzt bitte an die großen mit den langen Flügeln denken und nicht an pummelige Putten). Diese Korallen nennen wir Edelkorallen, sie kommen im Mittelmeer vor und im Pazifischen Ozean. Besonders kostbare Korallen sind sogar leicht durchscheinend.

Seit Jahrtausenden werden Edelkorallen zu wunderschönen Schmuckstücken verarbeitet und ich könnte auch nicht genug bekommen von diesen wunderbaren Farben und der glatten Oberfläche. ABER:

Da Korallen sehr langsam wachsen, ewig brauchen, bis sie geschlechtsreif werden und sowieso schon unter der Meereserwärmung zu leiden haben, ist der Abbau in vielen Teilen der Welt zu Recht mit Auflagen versehen. Ich verwende deshalb besonders gern antike Korallen, die von Schmuckstücken aus dem „Altgoldankauf“ stammen. Die sehen oft ziemlich ramponiert aus, weil sie durch das Tragen matt werden. Und man weiß nie, ob sie interne Risse haben und bei der Aufarbeitung zerbrechen. Aber wenn sie noch heil sind, dann lohnt sich der Aufwand, wie bei dem wunderschönen roten Koralltropfen, den ich als Anhänger eingerichtet habe. Die goldene Kappe und die Öse habe ich mit Miniperlen besetzen lassen, dann sieht‘s auch obenrum schön antik aus.

Und wer zu Hause noch alte matte Korallen aus Omas Schatulle herumliegen hat: schnell vorbeikommen, vielleicht können wir da was richtig Schönes draus machen.

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