Sonnige Ohrringe mit Citrinen und Goldberyllen

Ohrringe mit Citrinen und gelben Beryllen gefasst in 750er Gelbgold

Das Schöne am Januar ist ja, dass die Tage wieder länger werden. Ich freue mich immer wahnsinnig über die ersten Sonnenstrahlen, die durch eine Wolkenlücke, oder -wenn wir Glück haben- über verschneite Baumwipfel blinzeln.

Da es hier grade noch nicht soweit ist, habe ich ein Paar Ohrringe entworfen, die mir die Sonne -und eine stabile seelische Wetterlage- ins Haus holen. Die Oberteile (übrigens auch einzeln zu tragen) sind aus facettierten Madeiracitrinen im Rosenschliff und die Unterteile aus großen Goldberyll-Cabochons.

Okeee, ich lasse Sie mit diesen ganzen Fachbegriffen natürlich nicht alleine. Kommen wir zu den Oberteilen: Den Rosenschliff hatte ich schon einmal erklärt, das finden Sie hier. Und was ist ein Madeiracitrin ? Also der Citrin ist ein Bergkristall, der durch bestimmte geologische Gegebenheiten während seiner Entstehung gelb geworden ist. Dabei kann die Intensität der Farbe stark variieren von zartem Hellgelb bis zu dunklem Braunorange. Damit wir, wenn wir mit unseren Schleifern reden, in etwas wissen, welche Farbe wir meinen, hat man drei verschiedene Farbtöne definiert. Die hellgelben heißen Goldcitrine, die intensiv orangegoldenen Madeiracitrine und die dunklen orangebraunen Palmeiracitrine. Kommt der Madeira-Citrin jetzt aus Madeira? Nein, kommt er nicht, der Name wurde inspiriert von der schönen Farbe des Madeiraweines. (die Branche hält sich interessanterweise gern an alkoholische Getränke, wenn es um Farbnamen geht. Hellgelbe Brillanten heißen Champagnerfarben, braue Brillanten heißen Cognacfarben, aber das nur am Rand). Madeiracitrine werden zum Beispiel in Brasilien, Afrika, Madagaskar und Uruguay abgebaut.

Und der Goldberyll ? Der stammt häufig aus dem sonnengeküssten Brasilien. Berylle kommen -je nach geologischer Entstehungsgeschichte- in vielen verschiedenen Farben vor. Die grünen heißen Smaragd, die Rosa Morganit und die hellblauen Aquamarin. Doch alle Berylle haben eine charmante Gemeinsamkeit und das ist der sogenannte „Garten“. Während ihrer Entstehung vor hundert Millionen Jahren hat Mutter Erde ihnen ein paar Püffe verpasst, was zu spannenden Unregelmäßigkeiten innerhalb des Steines führte. Vor allem der Cabochonschliff betont diese Welt aus Linien, Ebenen und kleinen Kristallflächen, halt den berühmten Beryllgarten. Und den Blick in einen sonnendurchfluteten Garten kann ich als Stimmungsaufheller gerade sehr empfehlen.

Wer möchte sich auf die Reise machen ?

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